„Wechselseitiges Verständnis fördern“

Veröffentlicht am: 03.12.2018

Interview mit Landrat Wolfgang Spelthahn zum Young Leader-Seminar Juni 2018 im Kreis Düren

 

Was macht für Sie eine gute deutsch-russische Kreis-Partnerschaft aus?

Wolfgang Spelthahn: Eine Partnerschaft ist immer dann gut, wenn sie aktiv gelebt wird. Wir pflegen auf ganz vielen Ebenen einen intensiven Austausch, indem wir es geschafft haben, viele Bürger mit unterschiedlicher Herkunft, verschiedenen Interessen und Lebensbedingungen zusammenzubringen.

Wie wichtig sind Alltagsbegegnungen für die Kreispartnerschaft?

Wolfgang Spelthahn: Es ist sicher die Aufgabe der Bundesregierung und des Auswärtigen Amtes in Berlin, die großen internationalen Beziehungen zu pflegen. Unsere Aufgabe auf kommunaler Ebene ist es, Menschen zusammenzubringen, um ein wechselseitiges Verständnis zu fördern.

Sie sind kürzlich in Russland gewesen. Was hat Sie besonders beeindruckt?

Wolfgang Spelthahn: Das alles Überragende war für mich die beeindruckende Gastfreundschaft der russischen Partner und unser intensiver Austausch, bei dem man sah, dass viele Themen, die den Alltag prägen, trotz einer immer globaler werdenden Welt auf beiden Seiten aktuell sind. Beeindruckt hat uns aber auch die Entwicklung in Moskau. Die Hauptstadt hat – sicher auch im Umfeld der Fußball-WM – durch Neubauten und beispielsweise Umgestaltungen von Parks ein völlig neues Gesicht erhalten.

Wir durften im Rahmen des Seminars den Kreis Düren mit all seinen spannenden Facetten in Wirtschaft, Kultur und Wissenschaft kennen lernen. Kernthema war der Braunkohletagebau mit seinen gewaltigen Herausforderungen, die die kommenden Jahrzehnte mit sich bringen. Welche Themen liegen Ihnen hier am meisten am Herzen?

Wolfgang Spelthahn: Wir sind schon immer Energieproduzent und –lieferant für die gesamte Region und darüber hinaus gewesen. Jetzt gilt es, den Umschwung zu den regenerativen Energien erfolgreich zu managen. Aber wir haben nicht nur diesen Wandel zu gestalten, sondern müssen uns auch darum kümmern, wie die Landschaft nach der Braunkohleförderung entwickelt werden kann. Unsere Region soll sich auch in Zukunft im bestmöglichen Zustand präsentieren. Das ist eine doppelte Verpflichtung.

Was wünschen Sie unseren deutsch-russischen Teilnehmern für die Zukunft?

Wolfgang Spelthahn: Zum einen natürlich, dass viele russische Partner den Weg nach Düren finden. Wir wissen, dass das auch durch den Wertverlust des Rubels nicht einfach ist. Zum anderen wünsche ich mir, dass die Tage in Düren von allen als lohnend und bereichernd empfunden werden, dass wertvolle Erfahrungen gemacht und wichtige Erkenntnisse gewonnen werden.

 

 

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